1. Kapitel (S. 8 – 10) || Jax' POV
Beginnen
wir nun also mit der eigentlichen Geschichte. Habt ihr Bock? Nein? Gut,
ich auch nicht. Aber egal, erst die Arbeit dann das Vergnügen. Na ja
oder so ähnlich. Ich lese nämlich momentan Das Buch „After Love“ und das ist auch nicht besser.
Jax
ist momentan auf Tour wie es aussieht und was macht unser klimperndes
Honigschnittchen? Erstmal eine Runde jammern, dass ihm das alles
irgendwie zu viel ist. Die Fans, das Gekreische, der volle
Terminkalender. Meine Fresse, die machen aber auch nichts anderes als
jammern oder? Kann ja nicht so schlimm sein, wenn du es immer noch
machst.
Jax’
Bruder Jason betritt den Raum und bringt auch gleich den Alkohol mit.
Die Namen in Abbi Glines’ Büchern sind sowieso immer der absolute
Knaller. Wobei Jax und Jason ja noch die humaneren Varianten sind. Es
gibt in diesem Plastikuniversum aber auch einige Namen bei denen ich mir
die Zunge breche oder verknote.
Jedenfalls, erfahren wir dass die Tour von Honigschnittchen vorbei ist und Jason sein einziger Freund ist. Und es wird schon wieder gejammert, weil er ja nie wissen kann ob die Leute nur mit ihm befreundet sind wegen des Geldes und des Ruhmes oder um seinetwillen. Ich habe nicht mal die erste Seite geschafft und der Junge ist nur am Jammern. Ey, was stimmt mit denen nicht?
Jedenfalls, erfahren wir dass die Tour von Honigschnittchen vorbei ist und Jason sein einziger Freund ist. Und es wird schon wieder gejammert, weil er ja nie wissen kann ob die Leute nur mit ihm befreundet sind wegen des Geldes und des Ruhmes oder um seinetwillen. Ich habe nicht mal die erste Seite geschafft und der Junge ist nur am Jammern. Ey, was stimmt mit denen nicht?
„Du hast da draußen vielleicht abgerockt. Das war ja der reinste Hexenkessel!“ (S. 8, Z. 23–25). Geht es nur mir so oder müsst ihr auch lachen? Sorry, aber wer sagt denn sowas? „Lass mal in den Club da gehen! Hab’ gehört das ist voll der Hexenkessel.“ Kein
Mensch redet so. Jedenfalls kein Mensch den ich kenne. Aber egal,
lieber seltsame Redewendungen, als wenn Mini-Honigschnittchen auch noch
anfängt zu jammern wie grauenvoll sein Leben ist und wie schrecklich es
ist einen Bruder zu haben der reicher als Krösus ist.
Dem Leser wird auch sofort um die Ohren gehauen, dass unser Wunderknabe den ganzen Sommer in einem Kuhkaff in Alabama verbringen wird. Und nebenbei wird auch noch gesagt, dass seine ganze Familie mitkommt. Damit die wieder eine Familie sein können und anderer sentimentaler Klimbim.
Jax
hat vor den ganzen Sommer in Sea Breeze, so heißt das Kaff, zu
verbringen. Überall wird er erkannt, nur nicht in Sea Breeze. Hä? Wie
soll das denn gehen? Wenn er ein weltberühmter Rockstar ist, ist dann
Sea Breeze ein Dorf voller Hinterwälder ohne Radio und Fernsehen und
Internet oder wieso kennt ihn da keiner? Ich glaube nämlich nicht dass
das den Leuten ritze ist, wer er ist oder das die an seine Anwesenheit
gewöhnt sind. Denn das hätte Jax hier auch gleich ausgebreitet.
Abgesehen davon, darf man nicht vergessen, dass das hier ein Werk von
Abbi Glines ist. Die hat es eh nicht so mit Realismus oder
Charakterarbeit.
Ach schön, Honigschnittchen breitet hier gleich seine ganze Lebensgeschichte aus, damit für nachher auch gar nichts mehr übrig ist. Üblicherweise wohnt unser strammer Bursche in L.A., seine Familie ebenfalls. Aber anscheinend ist alles so furchtbar anstrengend, dass man jedes Jahr eine dreimonatige Auszeit braucht. Mir ist klar, dass das alles andere als einfach ist so ein Leben zu führen. Keine Privatsphäre, Stress, Leistungsdruck und so weiter und so fort. Ich kann es aber nicht leiden wenn nur gejammert wird. Es wird schließlich einen Grund geben, warum er sich reingehängt hat um da hin zu kommen wo er in diesem Moment ist. Das was hier fabriziert wurde ist ein Selbstmitleidsmonolog. Das ist kein „Ich bin ein Rockstar und bräuchte mal ein paar Wochen für mich.“ , das ist ein „Buhuu, wäääh, alles ist so anstrengend!!!“ Ganz minimale Unterschiede halt.
Jason erzählt irgendwas, dass er ein paar Tage später ins Sommerdomizil kommen wird, weil er Stress mit Mutti hat. „Mom und ich hatten Streit – College und so.“ (S. 9, Z. 30-31) . Ahja, alles klar, weiß man voll Bescheid. Weil mehr kommt nämlich auch nicht. Keine Ausführungen oder ähnliches. Nur, dass Mutti ihm das Leben vermiesen will. Was denn? Will sie etwa dass du auf’s College gehst? Will sie dass du auf ein bestimmtes College gehst? Will sie, dass du nicht aufs College gehst? Werd mal präziser Junge, sonst kann ich ja nicht mal so tun als würde ich mit dir sympathisieren.
Ahja
... alles klar. Jax ist angepisst, weil Mutti seinem Bruder
Vorschriften machen will. Er jammert noch einen Absatz darüber, dass sie
das bei ihm auch machen will. Aber er ist ja erwachsen und zahlt ihre
Rechnungen. Arbeiten muss die Frau also schonmal nicht. Jax sagt, dass
seine Mutter glaubt, sie wüsste was das Beste für ihn ist und ihm
Vorschriften machen will. Keule, das ist deine Mutter! Klar gibt sie
ihren Senf dazu und will immer alles besser wissen. Das ist ihr
verdammter Job. Sei froh, dass du eine Mama hast die sich genug Sorgen
um dich macht und zu allem ’ne Meinung hat.
Jedenfalls, verspricht Honigschnittchen mal mit Mutti zu reden und will ihr klarmachen dass sie sich aus Jasons Leben raushalten soll. Und damit haben wir schon mal die erste Hälfte des ersten Kapitels geschafft. Die zweite Hälfte ist dann aus Sadies Sicht.
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