7. Kapitel (S. 108 – 120) || Sadie POV
Sadie
und Jax sind nun also offiziell ein Paar. Na Hurra, lasst uns den
Champagner rausholen. Hat ja auch nur 100 Seiten gedauert und mich so
ungefähr alle Gehirnzellen gekostet, aber egal. Freuen wir uns mal für
die beiden Dödel. Und dabei gab es noch keinen einzigen Kuss, das ist ja
mal interessant … nicht.
Als
Sadie am nächsten Morgen zur Arbeit kommt, sitzt Jax bereits in der
Küche. Meine Fresse, das arme Mädel. Kann die nicht mal in Ruhe
arbeiten? Ich würde das extrem belastend finden, wenn mein Typ die ganze
Zeit da ist, wo ich auch bin. Aber, Sadie findet das bestimmt total süß
und romantisch. Ich nenn’s psychisch gestört, aber auf mich hört ja
irgendwie nie jemand.
Sadies
Vorarbeiterin, Ms Mary, ist auch nicht gerade begeistert davon dass der
klimpernde Bengel nun in der Küche rumhängt. Kann ich verstehen; wie
sollen die da auch arbeiten, wenn dauernd jemand im Weg herumspringt,
der nicht mal ’ne Gurke schälen kann? Jedenfalls, geht Sadie sich
umziehen. Aber erst nachdem sie nochmal schön errötet ist.
Und
wie das in solchen Büchern nun mal der Fall ist, wird über Naivchen
geredet, sobald diese den Raum verlässt. Und natürlich, kann sie genau
den richtigen Teil hören. Denn Jax schwört Ms Mary gerade, dass er Sadie
nicht wehtun wird und das sie was Besonderes ist und leck mich fett.
Ich muss ja mal ganz ehrlich sagen, dass ich diese Bezeichnung
„besonders“ immer voll daneben finde. Ich verbinde „besonders“ immer mit
„besonderen Bedürfnissen“ also im allgemeinen Sprachgebrauch
„behindert“. Hahahaha, ich lache gerade über meinen eigenen Witz. Denn
DAS würde mal so einiges in diesem Buch erklären.
Sadie
spaziert in die Küche und verlangt nach der ersten Aufgabe des Tages.
Die besteht darin mit Jax Frühstück zu essen. Man, die hat einen Job.
Muss ich nachher auch machen, wenn ich meinen Kollegen ablöse. Oder
lieber doch nicht, der würde mir einen Vogel zeigen.
Eigentlich,
darf das Personal nicht in der Küche frühstücken oder im Allgemeinen
sich mal hinsetzen zum Essen. Gut, davon halte ich jetzt nicht viel,
aber das ist bei manchen Jobs nun mal so. Aber, Sadie kriegt natürlich
die Extrabehandlung und darf mit ihrem Chef/Freund gemütlich
frühstücken, während ihre Aufgaben auf der Strecke bleiben. Und weil es
noch nicht übelkeiterregend genug ist, bedankt sich Jax auch noch bei
seiner Ische dafür, dass sie mit ihm Frühstück isst.
Und
weil das Bild vom creepy Psycho noch nicht perfekt genug ist, starrt
der Junge die Alte auch noch an. Sie sagt, dass sie dann nicht essen
kann, aber Jax ist voll fasziniert davon. Ja, richtig gelesen. Er ist
fasziniert davon wie sie isst. Wie sie isst!!! Weil, anscheinend essen
Frauen in seiner Gegenwart nicht wirklich. Und bei Sadie ist der
Vorgang, wenn sie ihre Gabel zum Mund führt, „so süß“ (S. 111, Z. 2)
Boah, ist das eklig. Ne ehrlich, ich kotze gleich. Das ist doch nicht
normal. Nicht nur, dass das Mädel ihrer Arbeit nicht nachgehen darf.
Nein, sie wird dazu genötigt mit ihm zu essen und dann darf sie das
nicht mal in Ruhe machen, weil der Hund sie die ganze Zeit anglotzt.
Meine Fresse, wenn ich das Weibsbild nicht so verachten würde, würde sie
mir richtig leidtun.
Und
wie das ja auch voll normal ist kommt Marcus hereingeschneit. Das wird
aber seltsamerweise nicht weiter ausgeschlachtet. Stattdessen versichert
Jax Sadie, dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht; er wird Marcus
schon nicht feuern. Das wäre auch ein ziemlicher Bitchmove den Burschen
zu feuern, nur weil ihr hinter denselben Titten her seid.
Das
Frühstück ist dann beendet und Dumm und Dümmer verabreden sich zum
Feierabend. Sadie spürt aber während des gesamten Arbeitstages wie Jax
sie beobachtet. Ich wiederhole mich in diesem Zusammenhang gerne: das
ist creepy!!! Schließlich passt Jax Sadie ab und zeigt ihr sein Zimmer.
Unser
toller Rockstar erzählt Sadie, dass er seine erste Gitarre mit neun
Jahren bekam und solange rumklimperte bis er den Refrain von „Wanted
Dead or Alive“ spielen konnte. Ich muss ja mal ganz ehrlich sagen, dass
ich nicht will, dass der Junge einen guten Musikgeschmack hat. Das
gefällt mir einfach nicht. Wie kann es sein, dass der auf Bon Jovi
steht? Das überfordert mich total!
Sadie
bittet ihren Schmatzipuffi ihm was vorzuspielen und das tut er auch. Er
spielt auf seiner ersten Gitarre den ersten Song den er jemals gespielt
hat. Das Ding ist einfach mal dass da keinerlei Gefühl rüberkommt. „Er fing zu spielen an und sang dann dazu.“ (S. 114, Z. 29)
Ja schön und jetzt? Was spielt er? Wie singt er? Wie klingt seine
Stimme? Was ist das für ein Lied? Welcher Rhythmus? Sorry, aber wenn ich
mich dazu entschließe meine Protagonisten eine Verbindung zur Musik zu
geben, dann kann man das doch auch mal rüberbringen oder etwa nicht? Ich
will nicht behaupten, dass ich es besser könnte. Nein, könnte ich
nicht. Aber, ich weiß was Musik mit einem machen kann. Ich weine auf
Konzerten, lasse mich von Songs inspirieren und motivieren, muss immer
tanzen bei einem schnellen Song. Ich finde es einfach unglaublich
schade, dass Abbi Glines Jax zwar eine Verbindung zur Musik gibt, dass
aber so kalt und unpersönlich darstellt, als würde er es wirklich nur
wegen des Geldes machen, anstatt aus Leidenschaft.
Kurz
darauf kommt dann Jason (Jax’ Bruder, ja ich vergesse den immer) ins
Zimmer und Sadie sagt, dass sie den Song „Inside War“ von Jax mag.
Sorry, aber ich finde dieses Kapitel einfach nur mega langweilig und
auch irgendwie voll unpersönlich. Das ist ja eine Aneinanderreihung von
Fakten ohne jegliches Gefühl. Das tut dem Musikliebhaber in mir einfach
nur weh.
„Die meisten Mädchen stehen auf Liebeslieder.“ (S. 116, Z. 30–31)
Bitte wat? Ich kenne kein einziges Mädchen, das Liebeslieder mag!
Nehmen wir doch einfach ein Klischee vom weiblichen Teenager und basteln
uns eine langweilige Protagonistin und schon ist sie was Besonderes!
Was, nur weil sie halt nicht jedes Klischee erfüllt? Ich krieg’ Migräne,
ey …
Schließlich
singt der klimpernde Bengel auch noch ein Liebeslied, eines was er
selbst geschrieben hat, versteht sich von alleine. Und schon wieder ist
dass so dermaßen unemotional, dass ich einfach nur schockiert bin. Also,
nicht mal Sadies Gefühle werden beschrieben. Kann ja sein, dass es
schwer ist die Magie der Musik mit Worten einzufangen. Aber, dann kann
man doch wenigstens versuchen Sadie in ein anderes Licht zu rücken, sie
durch die Musik etwas fühlen lassen. Das ist verdammt intensiv, wenn man
ein emotionales Lied vorgesungen bekommt von einem Menschen zu dem man
eine emotionale Bindung hat. Aber nöö, der Songtext wird runter
gerattert (Lyricslevel Rebecca Black) und Punkt, aus, Ende.
Jason
jammert noch eine Runde dass er es ja bereut nicht auch Gitarre spielen
gelernt zu haben, weil das die Mädels immer so rattig macht. Achso, na
wenn es nur darum geht, dann ist so einiges klar. Sadie erzählt noch,
dass ihre Mutter überwiegend Musik aus den Achtzigern hört, was Jason
voll schockiert. Was hat der denn für ein Problem? 80s Musik ist doch
voll in Ordnung. Das ist die beste Musik zum Tanzen die man nur hören
kann. Gut, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber scheiße
finde ich seinen Geschmack trotzdem.
Jason
verkrümelt sich und Jax schenkt seiner Truller einen iPod auf dem jedes
Lied ist, welches er jemals aufgenommen hat und diverse andere
Interpreten. Das Kapitel endet dann mit Jax’ Versprechen, dass er seiner
Herzensdame kabellose Kopfhörer besorgen wird.
Na
wow, vielleicht ist das ja nur Einbildung, aber ich fand das Kapitel
noch langweiliger als sonst. Das ist ja zum Einschlafen und/oder kotzen,
ich kann mich da nicht so ganz entscheiden …
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