4. Kapitel (S. 59) || Jax' POV
Legen
wir los! Es kommt eine unglaublich poetische und wunderschöne Seite
tieftraurigen Stoffes auf uns zu. Ja, verdammt! Eine ganze Seite, ich
weiß gar nicht wohin mit all meiner Euphorie und Energie!
Jax
gibt ohne weiteres zu, dass er Sadie die ganze Zeit beobachtet. Dem
geht’s aber so an sich schon gut ja? Nicht, dass es mich stören würde
wenn er sich als verrückter Serienmörder entpuppt, aber das ist einfach
mal verdammt gruselig, dass er eine Olle beobachtet die er zweimal
gesehen hat. Wieso wird das immer als so unglaublich romantisch und
erstrebenswert dargestellt? Er beobachtet die seit Tagen! Alter, Junge,
geh mal zur Therapie. Aber ganz zackig.
„Wann
war mir das letzte Mal ein Mädchen mit ihrem Aussehen über den Weg
gelaufen, das gegenüber einem alten Mann so viel Rücksicht an den Tag
legte?“ (S. 59, Z. 15–17) ich wiederhole mich wahnsinnig gerne:
was für abgefuckte Weiber kennen die bitte? Als wenn Sadie tatsächlich
das erste Mädel ist, dass nicht aussieht als wäre es gegen eine Wand
gerannt wäre und ältere Menschen mit einem gewissen Respekt behandelt.
Also, mir fallen auf Anhieb jetzt locker fünf Frauen ein auf denen solch
eine Beschreibung passt. Hier wird echt mit allen Mitteln versucht
Sadie als etwas total Besonderes darzustellen.
Jax
beendet seine Stalkerei als Marcus auftaucht. Er wird zwar nicht beim
Namen genannt, aber ich bin als Kind nicht nur auf den Kopf gefallen,
also kann ich eins und eins zusammenzählen. Und natürlich, beobachtet
auch Marcus seine Kollegin ununterbrochen. Okay, es ist eine Sache
jemanden ab und zu anzugucken wenn man auf ihn steht. Aber wieso ist
hier dauernd die Rede vom Beobachten? Angucken ist in Ordnung.
Beobachten (und das ständig und überall) ist gruselig und sollte
unterlassen werden. Aber, so Sadie findet das alles bestimmt sowieso
total toll und ist geschmeichelt und weiß gar nicht warum ausgerechnet
sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Und
das war es auch schon mit diesem unglaublich tiefschürfendem Kapitel.
Ich würde ja gerne sagen, ich freue mich auf das nächste Kapitel, das
tue ich aber nicht. Ich kann auch nicht sagen, dass ich jetzt ein gutes
Buch lesen gehe, weil ich mich momentan mit „Taking Chances“ rumärgere. Ich bin einfach nur erschlagen von so viel Dummheit … und das alles ohne Kaffee!
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