Dienstag, 13. Dezember 2016

| Let's Read | Sea Breeze 01: Breathe


4. Kapitel (S. 59) || Jax' POV


Legen wir los! Es kommt eine unglaublich poetische und wunderschöne Seite tieftraurigen Stoffes auf uns zu. Ja, verdammt! Eine ganze Seite, ich weiß gar nicht wohin mit all meiner Euphorie und Energie!

Jax gibt ohne weiteres zu, dass er Sadie die ganze Zeit beobachtet. Dem geht’s aber so an sich schon gut ja? Nicht, dass es mich stören würde wenn er sich als verrückter Serienmörder entpuppt, aber das ist einfach mal verdammt gruselig, dass er eine Olle beobachtet die er zweimal gesehen hat. Wieso wird das immer als so unglaublich romantisch und erstrebenswert dargestellt? Er beobachtet die seit Tagen! Alter, Junge, geh mal zur Therapie. Aber ganz zackig.

„Wann war mir das letzte Mal ein Mädchen mit ihrem Aussehen über den Weg gelaufen, das gegenüber einem alten Mann so viel Rücksicht an den Tag legte?“ (S. 59, Z. 15–17) ich wiederhole mich wahnsinnig gerne: was für abgefuckte Weiber kennen die bitte? Als wenn Sadie tatsächlich das erste Mädel ist, dass nicht aussieht als wäre es gegen eine Wand gerannt wäre und ältere Menschen mit einem gewissen Respekt behandelt. Also, mir fallen auf Anhieb jetzt locker fünf Frauen ein auf denen solch eine Beschreibung passt. Hier wird echt mit allen Mitteln versucht Sadie als etwas total Besonderes darzustellen.

Jax beendet seine Stalkerei als Marcus auftaucht. Er wird zwar nicht beim Namen genannt, aber ich bin als Kind nicht nur auf den Kopf gefallen, also kann ich eins und eins zusammenzählen. Und natürlich, beobachtet auch Marcus seine Kollegin ununterbrochen. Okay, es ist eine Sache jemanden ab und zu anzugucken wenn man auf ihn steht. Aber wieso ist hier dauernd die Rede vom Beobachten? Angucken ist in Ordnung. Beobachten (und das ständig und überall) ist gruselig und sollte unterlassen werden. Aber, so Sadie findet das alles bestimmt sowieso total toll und ist geschmeichelt und weiß gar nicht warum ausgerechnet sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Und das war es auch schon mit diesem unglaublich tiefschürfendem Kapitel. Ich würde ja gerne sagen, ich freue mich auf das nächste Kapitel, das tue ich aber nicht. Ich kann auch nicht sagen, dass ich jetzt ein gutes Buch lesen gehe, weil ich mich momentan mit Taking Chances rumärgere. Ich bin einfach nur erschlagen von so viel Dummheit … und das alles ohne Kaffee!

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